Emma Braslavsky | DIE NACHT WAR BLEICH, DIE LICHTER BLINKTEN

GENRE | dystopischer Roman

SETTING | Berlin, nahe Zukunft

ET | August 2019

VERLAG | Suhrkamp

INHALT | Berlin, nahe Zukunft: Robotik-Unternehmen stellen künstliche PartnerInnen her, die von realen Menschen nicht zu unterscheiden sind; jede Art von Beziehungswunsch ist erfüllbar, uneingeschränktes privates Glück und die vollständige Abschaffung der Einsamkeit sind kurz davor, Wirklichkeit zu werden. Doch die Zahl der Selbsttötungen hat sich verzehn­facht. Denn die neuen Wesen beherrschen zwar die Kunst der simulierten Liebe, können aber keine Verantwortung für jene übernehmen, mit denen sie zusammenleben. Immer mehr Men­schen gehen an sozialer Entfremdung zugrunde. Deshalb kommt Roberta auf den Markt. Sie soll die Angehörigen der SuizidantInnen ausfindig machen, um dem Sozialamt die Bestattungskosten zu ersparen. Versagt sie, wird sie in Einzelteile zerlegt und an die Haushaltsrobotik verscherbelt. Und nicht jeder ist am Erfolg ihrer Ermittlungen interessiert…

Großstadtmärchen und Kriminalgeschichte: Braslavsky erzählt von der schmalen Grenze zwischen natürlichem und künstlichem Leben und der Allmacht der Algorithmen.

AUTORIN | Emma Braslavsky, 1971 in Erfurt geboren, ist freie Autorin und Kuratorin. Ihr Debütroman „Aus dem Sinn“ wurde 2007 mit dem Uwe-Johnson-Förderpreis sowie dem Franz-Tumler-Debütpreis ausgezeichnet. Außerdem erschienen von ihr „Das Blaue vom Himmel über dem Atlantik“ sowie „Leben ist keine Art, mit einem Tier umzugehen“. Emma Braslavsky lebt in Berlin.